Onlinebefragungen liefern wertvolle Daten. Fokusgruppen zeigen, was hinter den Antworten steckt.
Man sieht, wie Menschen reagieren. Hört, wenn Zweifel entstehen. Kann nachfragen, wenn eine Antwort überrascht. Und erlebt, wie aus einer Meinung plötzlich eine Diskussion wird.
Ein Kreuz bei „gut“ ist eindeutig.
Oder vielleicht doch nicht?
Denn während jemand „gut“ sagt, kann die Mimik etwas ganz anderes erzählen. Eine kurze Pause kann zeigen, dass eine Antwort eben doch nicht so selbstverständlich ist. Und eine einzige Bemerkung kann eine Diskussion in eine völlig neue Richtung lenken.
In einer Fokusgruppe können wir genau dort nachhaken. Warum gefällt Ihnen das? Was stört Sie? Was hätten Sie erwartet? Warum würden Sie das kaufen – oder gerade nicht?
Eine Fokusgruppe ist ein moderiertes Gespräch mit sorgfältig ausgewählten Teilnehmer:innen.
Wer dabei sein sollte, hängt von der Fragestellung ab. Das können Kund:innen und Nicht-Kund:innen sein, Käufer:innen einer bestimmten Marke, Nutzer:innen eines Produkts, Händler:innen oder Menschen, die einen Markt bisher kaum kennen.
Wir entwickeln den Leitfaden, moderieren die Diskussion, fragen nach und greifen Themen auf, die erst im Gespräch entstehen.
Unsere Kunden können die Fokusgruppe live beobachten - zum Beispiel aus einem separaten Beobachtungsraum. Sie sehen und hören die gesamte Diskussion und können uns währenddessen zusätzliche Fragen mitgeben.
Die richtigen Menschen
Eine Fokusgruppe steht und fällt mit ihrer Zusammensetzung. Deshalb überlegen wir genau, wen wir für eine Fragestellung brauchen: bestehende Kund:innen oder Menschen, die noch nie gekauft haben? Fans einer Marke oder Kritiker:innen? Unterschiedliche Generationen oder ganz bestimmte Nutzer:innen?
Die richtigen Fragen
Ein guter Leitfaden gibt einer Diskussion Richtung, ohne jede Antwort vorwegzunehmen. Wir wissen, was wir erfahren möchten. Aber wir lassen genügend Raum für das, womit vorher niemand gerechnet hat.
Die richtige Moderation
Wir hören zu, fragen nach, haken ein und sorgen dafür, dass nicht einzelne Stimmen die Gruppe bestimmen. Dabei können wir Produkte, Verpackungen, Bilder, Werbung, Konzepte oder andere Materialien direkt in die Diskussion einbringen und erleben die Reaktionen unmittelbar.
Zum Beispiel:
In einer unserer Fokusgruppen haben wir potenziellen Käufer:innen Schuhe einer Marke gezeigt, die sie bis dahin nicht kannten. Wir wollten wissen, wie die Marke und ihre Produkte auf Menschen wirken, die ihnen zum ersten Mal begegnen.
Die Reaktionen kamen spontan und ungeschönt:
„Klingt nach Schuhen für reife Menschen.“
„Eher ab 60. Kurz vor dem Rentenalter.“
„Orthopädisch. Einfarbig. Langweilig.“
Der Hersteller saß währenddessen hinter der Scheibe und konnte die Reaktionen unmittelbar mitverfolgen.
In einer weiteren Gruppe saßen Menschen, die die Marke bereits kannten und gerne trugen. Auch sie waren sehr offen: Der Komfort begeisterte, gleichzeitig wurden konkrete Qualitätsprobleme angesprochen.
„Bequem wie keine andere Marke, aber nach vier Monaten geht das Material kaputt.“
Und auch die aktuellen Werbematerialien kamen auf den Tisch. Die von der Agentur entwickelte Bildsprache wurde von den Teilnehmer:innen ganz anders verstanden als beabsichtigt. Bilder irritierten oder wurden schlicht nicht verstanden. Eine Erkenntnis – gerade bevor weiteres Budget in eine Richtung fließt, die bei den Menschen nicht ankommt.
Das Besondere an einer Fokusgruppe ist nicht nur, dass Menschen offen sprechen.
Eine Person sagt etwas. Eine andere widerspricht. Die nächste erinnert sich an eine eigene Erfahrung. Jemand stellt eine Frage, auf die wir selbst vielleicht gar nicht gekommen wären. So entsteht eine Dynamik, die ein Einzelinterview oder ein Fragebogen nicht erzeugen kann. Und genau deshalb erfahren wir in Fokusgruppen häufig nicht nur das, wonach wir gefragt haben.
Sondern auch das, wonach wir hätten fragen sollen.
Für Händler, die wissen möchten, wie Menschen ihr Geschäft, Sortiment, Beratung oder Service erleben – und warum andere gar nicht erst kommen.
Für Hersteller und Marken, die Produkte, Konzepte, Verpackungen, Kommunikation oder ihre Markenwahrnehmung überprüfen möchten.
Für Verbände und Verbünde, die Veränderungen in einer Branche frühzeitig verstehen oder neue Themen zunächst qualitativ erkunden möchten.
Für Verlage und Fachmedien, die tiefer verstehen möchten, was Leser:innen, Nutzer:innen oder eine Branche beschäftigt.
Und immer dann, wenn eine Entscheidung ansteht, bei der Zahlen allein nicht erklären, warum Menschen so handeln, wie sie handeln.
Besonders stark werden Fokusgruppen für uns in Kombination mit quantitativer Konsumentenforschung.
Eine Fokusgruppe kann zunächst sichtbar machen, welche Themen und Fragen überhaupt relevant sind. Diese Erkenntnisse können anschließend in einer repräsentativen Befragung überprüft werden. Oder wir gehen den umgekehrten Weg: Eine quantitative Studie zeigt ein überraschendes Ergebnis – und in der Fokusgruppe fragen wir genauer nach, warum.
ads_click Die Befragung zeigt, wie viele. Die Fokusgruppe zeigt, warum.
Vielleicht möchten Sie wissen, warum ein Produkt nicht funktioniert. Wie Menschen Ihre Marke wahrnehmen. Was Kund:innen von Ihrem Geschäft erwarten. Oder ob eine neue Idee tatsächlich so verstanden wird, wie Sie es sich vorstellen.
Vielleicht wissen Sie aber auch noch gar nicht genau, welche Fragen Sie stellen sollten.
Auch dann sind Fokusgruppen ein guter Anfang.
Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen das passende Konzept, stellen die Gruppen zusammen, moderieren die Gespräche und ordnen anschließend ein, was wir gehört und gesehen haben.
Oder rufen Sie uns direkt an: +49 (0)2236 89 64 73