Wer Entscheidungen für die nächsten Jahre treffen muss, braucht mehr als aktuelle Zahlen. Welche Entwicklungen zeichnen sich bereits heute ab? Welche Faktoren können einen Markt verändern? Was passiert, wenn sich Rahmenbedingungen verschieben? Und welche unterschiedlichen Zukünfte sind denkbar?
Zukunftsforschung versucht nicht, die eine richtige Antwort darauf zu geben. Sie macht unterschiedliche Entwicklungen sichtbar und schafft damit Orientierung für Entscheidungen, die heute getroffen werden müssen.
Niemand weiß, was in fünf oder zehn Jahren passieren wird. Aber wir wissen, was einen Markt in der Vergangenheit geprägt hat. Wir können untersuchen, welche Veränderungen heute bereits sichtbar sind. Und wir können analysieren, welche Faktoren seine weitere Entwicklung beeinflussen könnten.
Mehr, als man zunächst denkt. Nicht als eindeutige Prognose, sondern als unterschiedliche Szenarien, die auf Daten, Entwicklungen und nachvollziehbaren Annahmen beruhen.
Zukunftsforschung beginnt für uns nicht mit einer Zahl für das Jahr 2030 oder 2035. Sie beginnt mit der Frage, wie ein Markt funktioniert und was ihn verändert.
Dafür betrachten wir seine bisherige Entwicklung, identifizieren relevante Einflussfaktoren und untersuchen, wie diese zusammenspielen können. Welche Auswirkungen haben wirtschaftliche Veränderungen? Wie entwickeln sich Bedürfnisse und Kaufverhalten? Welche Rolle spielen Demografie, Digitalisierung, KI, Nachhaltigkeit oder gesetzliche Rahmenbedingungen? Welche branchenspezifischen Faktoren kommen hinzu?
Aus diesen Zusammenhängen entwickeln wir unterschiedliche Zukunftsszenarien.

Verstehen, woher ein Markt kommt
Am Anfang steht die Vergangenheit.
Wir analysieren langfristige Marktentwicklungen und suchen nach Veränderungen, Brüchen und Zusammenhängen. Welche Entwicklungen waren stabil? Wo gab es Wendepunkte? Und wodurch wurden sie ausgelöst?
Erkennen, was einen Markt verändern kann
Im nächsten Schritt identifizieren wir die relevanten Einflussfaktoren.
Dabei geht es nicht um eine möglichst lange Liste von Trends. Entscheidend ist, welche Faktoren für den konkreten Markt tatsächlich eine Rolle spielen – und wie stark ihr möglicher Einfluss ist.
Unterschiedliche Entwicklungen durchspielen
Was passiert, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig in eine bestimmte Richtung wirken?
Daraus entstehen Szenarien. Je nach Fragestellung arbeiten wir beispielsweise mit einem Trendszenario sowie einem Best Case und einem Worst Case. Dabei fließt auch die langjährige Erfahrung unseres Zukunftsforschers Dr. Christoph von Rothkirch ein.
Auswirkungen berechnen
Wo die Datenbasis es ermöglicht, übersetzen wir Szenarien in quantitative Modelle. So können unterschiedliche Entwicklungen beispielsweise für Marktvolumen, Produktgruppen, Vertriebswege oder andere relevante Marktbereiche berechnet werden.
Für eine unserer Zukunftsstudien haben wir zunächst die Marktentwicklung eines Jahrzehnts analysiert und unterschiedliche Marktphasen herausgearbeitet. Darauf aufbauend wurden die relevanten Einflussfaktoren identifiziert und bewertet. Aus ihrem möglichen Zusammenspiel entstanden anschließend unterschiedliche Szenarien für die kommenden zehn Jahre.
Trend, Best Case und Worst Case wurden schließlich in Modellrechnungen übersetzt – für den Gesamtmarkt ebenso wie für einzelne Teilbereiche.
Je nach Fragestellung ergänzen wir die Analyse durch eigene Forschung. So können wir beispielsweise mit Branchenexpert:innen sprechen, Unternehmen befragen oder mit repräsentativer Konsumentenforschung untersuchen, wie sich Bedürfnisse, Lebenswelten und Erwartungen verändern.
In einem unserer aktuellen Projekte verbinden wir genau diese Perspektiven: Repräsentative Konsumentenforschung untersucht unter anderem Gesundheitsverhalten, Prävention, Informations- und Entscheidungsprozesse sowie Erwartungen an Beratung, Versorgung und Digitalisierung. Unterschiedliche Lebenswelten und Personas werden dabei ebenfalls berücksichtigt. Diese Erkenntnisse fließen anschließend in die Entwicklung realistischer Zukunftsszenarien für die Branche bis 2030/2035 ein. So entsteht Zukunftsforschung nicht allein aus der Fortschreibung bestehender Marktdaten. Sie bezieht auch Veränderungen ein, die sich bei den Menschen heute bereits abzeichnen.
Auch Workshops können Teil eines Zukunftsprojektes sein. Dort lassen sich Einflussfaktoren bewerten, Szenarien diskutieren und mögliche Konsequenzen gemeinsam weiterdenken.
Für Hersteller und Marken, die langfristige Entwicklungen ihrer Märkte und Produktbereiche besser einschätzen möchten.
Für Händler und Verbundgruppen, die wissen möchten, welche Veränderungen ihre Märkte und Vertriebswege künftig prägen könnten.
Für Verbände und Branchenorganisationen, die über das aktuelle Marktgeschehen hinausdenken und ihrer Branche Orientierung geben möchten.
Und für Unternehmen, die heute Entscheidungen treffen, deren Auswirkungen weit in die Zukunft reichen.
Vielleicht möchten Sie wissen, welche Entwicklungen Ihren Markt in den kommenden Jahren verändern könnten. Welche Chancen und Risiken daraus entstehen. Oder wie unterschiedlich sich Ihr Markt unter veränderten Rahmenbedingungen entwickeln könnte.
Vielleicht möchten Sie aber zunächst herausfinden, welche Faktoren für Ihre Zukunft überhaupt entscheidend sind. Auch dann können wir gemeinsam anfangen. Wir analysieren, was war, verstehen, was heute passiert und entwickeln daraus mögliche Bilder für morgen.