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Nullzeit: Romane lesen und besser entscheiden

02.04.2014 | Autor: Karin Henjes
Spielt im Tauchermilieu und spiegelt verschiedene Blickweisen: Juli Zehs soeben als Taschenbuch erschienener Thriller.

Wenn in der Abteilung mal wieder ein unbegreifliches Durcheinander herrscht oder der japanische Geschäftspartner einem völlig fremd bleibt, dann muss man nicht gleich zum Business-Coach. Man kann sich auch einfach ein paar Romane kaufen.

Die Psychologin Maja Djikic von der Universität Toronto hat herausgefunden, dass das Lesen von Krimis & Co. keineswegs nur ein zweckfreies Vergnügen ist. Romanleser entwickeln ihre Persönlichkeit permanent und auf besondere Art weiter. Sowohl ihre Fähigkeit für Mitgefühl als auch ihre Fähigkeit, Widersprüchlichkeiten zuzulassen, werden durch die Lektüre von Geschichten größer.

In einem Test erforschte Maja Djikic, dass die Romanleser – anders als ihre nicht lesenden Vergleichspersonen – weniger Probleme hatten, mit unklaren, unvorhersehbaren Situationen umzugehen. Sie trafen außerdem klarere und bessere Entscheidungen. Djikic erklärt das damit, dass Buchwürmer ganz automatisch in die Rolle der Romanhelden schlüpfen. Sie gehen in deren Gefühlen und Gedanken auf und lernen so viele andere Blickweisen kennen.

Um besser fürs Büro gewappnet zu sein, kann man sich also gezielt die passenden Romane aussuchen. Nach der Lektüre von Amelie Nothombs "Mit Staunen und Zittern" lässt sich der japanische Partner vielleicht besser nachvollziehen. Und wer die Komplexität menschlicher Beziehungen begreifen möchte, kommt mit Juli Zehs Thriller „Nullzeit" aus dem Tauchermilieu einen Schritt weiter. Übrigens: Spannend ist die „Nullzeit" auch ...

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