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Postkarten an Postsecret: Futter für die PBS-Branche

23.10.2015 | Autor: Karin Henjes
Wer früher ein Geheimnis hatte, ging in die Kirche. Wer heute Schlimmes mit sich rumträgt, wendet sich an Postsecret: Man schickt einfach eine Postkarte an postsecretdeutsch.de und kann so ganz handfest anonym eine Bürde loswerden. Vielleicht erscheint sie sogar online.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von dem US-amerikanischen Künstler Frank Warren, der seit 2007 unter postsecret.com die englischsprachige Original-Website betreut. Das deutsche Pendant wird von dem Bioinformatiker Sebastian J. Schultheiß betreut. Die vielen Geständnisse, die täglich bei den Beichtvätern eingehen, gibt es auch schon in Buchform (Cover siehe oben, Verlagskontakt hier).

Postsecret ist ein schönes Beispiel dafür, wie (lebens-) wichtig Papierbotschaften in der Online-Welt bleiben werden – zumindest, wenn es um Haptik, Lifestyle, Luxus und Originalität geht. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Autoren der neuen Studie „Branchen-SPIEGEL Papier, Bürobedarf und Schreibwaren 2015/16" von Marketmedia24, Köln. Demnach konnte zumindest der Verband der PBS-Markenindustrie im Jahr 2014 mit einem Umsatzplus im deutschen Inland von 1,8 Prozent abschließen.

Doch was ist mit dem Fachhandel? Den Discountern? Und was wird aus den Stiften, wenn immer mehr Leute nur noch tippen? Dies und vieles mehr beobachten wir regelmäßig für Sie.


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